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Die Structured Adaptive-Synthese (SA-Synthese) ist eine Klangsyntheseform, die Roland Mitte der 80er Jahre speziell für Pianoklänge entwickelte.

Die ursprüngliche SA-SyntheseBearbeiten

Eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung elektronischer Klangerzeuger in den 80ern waren realistische Pianoklänge. Die subtraktive Synthese war mit einfachen Mitteln nicht dazu zu bewegen, wie ein Klavier oder ein E-Piano zu klingen, und aufwendigere Syntheseaufbauten hätten die Synthesizer – insbesondere digital gesteuerte Analogsynthesizer, aber auch subtraktiv arbeitende Synthesizer mit Digitaloszillatoren – zu kompliziert und teuer gemacht, zumal Analogsynthesizer für gewöhnlich ohnehin nicht genügend Stimmen für Klavierspiel hatten. Die FM-Synthese wäre geeignet gewesen, diese hatte Yamaha sich aber exklusiv gesichert. Samplespeicher war noch exorbitant teuer, selbst für relativ einfache, statische 8-Bit-Samples – ein Umstand, der letztlich auch zur Entwicklung von Rolands Linear Algorithmic-Synthese führte. Bei einem auf Pianoklänge spezialisierten Klangerzeuger würden die Ansprüche außerdem noch einmal erhöht, so müßte der Klang einem echten akustischen oder elektrischen Piano entsprechend nuanciert spielbar sein müssen.

Aus dieser Situation heraus entwickelte Roland die Structured Adaptive-Synthese. Wie genau diese funktioniert, machte Roland zu einem Geheimnis, das auch dadurch aufrechterhalten wurde, daß sie nie in einem vollständig programmierbaren Synthesizer eingesetzt wurde, sondern nur im Digitalpiano RD-1000 und der Expanderversion MKS-20, die beide auf Presets basieren – veränderbar sind nur einige Effekte und ein Dreiband-Equalizer – sowie einigen Pianomodellen der HP-Serie, an denen nichts editierbar ist. Bekannt ist nur, daß der Klang echter Pianos aufgezeichnet, aufwendig analysiert und ebenso aufwendig resynthetisiert wurde. Um ein pianoartiges Klangverhalten zu erzielen, wurde die gesamte Klangerzeugung sehr dynamisch mit einigem an Modulationen, abhängig von der Anschlagsdynamik, ausgelegt, und laut Roland wird sogar mit Formanten gearbeitet, um dem Klang jegliche Statik zu nehmen, also dürfte die SA-Synthese auch additive Elemente haben.

Advanced SA SynthesisBearbeiten

Die Advanced SA Synthesis von 1990 ist schon erheblich minder mysteriös und hat weniger mit der ursprünglichen SA-Synthese zu tun als mit Roland späteren SuperNatural-Klängen. Sie beruht inzwischen auf Samples, für die nun genügend Speicherplatz zur Verfügung stand. Diese laufen nun durch ein Formantfilter, das entsprechend aufwendig moduliert wird.

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